Viele Hoteliers haben sich in den vergangenen Jahren mit Domains eingedeckt. Genutzt werden diese nur sehr selten, meist lediglich als Weiterleitung. Tatsächlich wird der Großteil dieser gehorteten Domains nur einen sehr geringen Wert aufweisen, es können aber auch echte Schätze darunter sein: Der Suchmaschinenmarktführer Google hat größere Veränderungen an seinem Algorithmus vorgenommen, beispielweise die enorme Steigerung der Wertigkeit von sogenannten Keyword-Domains, also Domains mit dem Suchbegriff im Namen. Je nachdem wie umkämpft der Suchbegriff ist genügen im Idealfall einige Links auf die Domain, um Top-Positionen zu erreichen. Bevor überstürzter Enthusiasmus ausbricht, hier die groben Regeln, die eine Domain für das Turboranking erfüllen muss:
- Exakte Übereinstimmung mit dem Suchbegriff
- Keine Bindestriche im Domainnamen
- Keine IDN-Domains (Umlaute im Domainnamen)
- Ausschließlich .COM / .ORG bzw. die .DE / .AT und .CH im jeweiligen Land als Toplevel-Domain
Beispiele:
- Camping-Gardasee.in -> Kein Turbo (Bindestrich, exotische Toplevel)
- CampingGardasee.org -> Ranking-Turbo
- CampingsSüdtirol.de -> Kein Turbo (Keine exakte Übereinstimmung, IDN)
- UrlaubSuedtirol.org -> Ranking-Turbo
Ich sichere mich gleich rechtlich ab und füge hinzu: Das von mir vergebene “Prädikat Ranking-Turbo” sagt nichts über die Qualität des darunter erreichbaren Projektes aus. Auch Kann der Ranking-Vorteil der von mir beschriebenen Domains wieder dahinschmelzen; dafür übernehme ich keine Haftung.
Ganz anders als Merian.de setzt dodo.com auf die Mitarbeit der Community:
“Wir möchten dodo.com zu einem top-aktuellen und möglichst vollständigen Reiseführer ausbauen. Dafür brauchen wir Deine Hilfe! Je mehr Erfahrungen und Tipps Du mit uns und allen anderen Mitgliedern teilst, desto informativer und schöner wird die Seite. Wir freuen uns über fleißige Mitglieder!”
Das “Mitglieder” im letzten Satz könnte man getrost durch “Mitarbeiter” ersetzen. Ein Test der Community folgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Nachtrag Warm werde ich mit dodo.com nicht, schon weil die Technik alles andere als fehlerfrei ist. Sogar das Hochladen eines Fotos scheiterte. Von der Usability im Profilbereich reden wir erst gar nicht.
Wunderbare Fotos, hervorragende Artikel, klares und übersichtliches Layout: Merian.de, die Online-Ausgabe des traditionsreichen Reisemagazins, wurde einem Facelifting unterzogen und wird ab sofort von SPIEGEL Online betreut. Auch die Technik hinter Merian.de scheint identisch mit dem des Hamburger Verlagshauses.
Bemerkenswert: Auf eine Community wurde verzichtet, nicht einmal eine Kommentarfunktion ist vorhanden. Ich kann das verstehen; Merian spricht eine gehobene Klientel an und diesen UPS will man sich nicht kaputt machen, in dem man sich mit jeder beliebigen Reise-Community auf eine Stufe stellt. Leserbriefe – immerhin – kann man gleich online einsenden.

Die Zeiten werden schlechter, der Wettbewerb in der Tourismusbranche härter – um so wichtiger ist es, das Werbebudget möglichst effektiv einzusetzen. Unternehmen aus dem Hotelgewerbe können sich bis zu einer Stunde kostenfrei am Telefon über Suchmaschinenmarketing beraten lassen. Einen Gutschein dazu gibt es von Hotelmarketing.BZ auf Qype. Das Angebot ist auf Hotels mit Standort in Bayern, Tirol und Südtirol beschränkt.
NACHTRAG Bei dieser Gelegenheit gleich noch ein Hinweis auf meinen SEO-Workshop in Eppan.
In diesem Beitrag möchte ich nicht die Inhalte des Google Analytics Seminars in Südtirol bloggen, dazu gibt es die GA Schulungsunterlagen als PDF. Viel wichtiger sind m.E. die Erfahrungen, die ich aus Gesprächen mit den Teilnehmern mitgebracht habe.
- Die Hoteliers verlassen sich viel zu sehr auf die Angaben der Agenturen, was das Monitoring von Online Kampagnen angeht. Selbst bei Adwords-Kampagnen von 100 bis 200 Euro pro Tag, was eine recht einfache (aber dringend gebotene) Aufgabe wäre.
- Die Angabe, auf die am meisten geschaut wird, sind die Besucher, die eine Online Anzeige generiert, obwohl dies wohl die am wenigsten aussagekräftigste Kennzahl ist. Nicht die Anzahl ist entscheidend, sondern die Qualität der Besucher.
- Wenn Conversion-Tracking stattfindet, dann aber leider nur direkte Conversions der Form Anzeige/Portal -> Website -> Erfolgreich versandtes Formular. Meist wird jedoch die Buchung nicht mit dem ersten Besuch generiert, sondern in einem der folgenden. Es kann also nicht die eigentliche Quelle bestimmt werden, über die der Besucher kam. (Hierzu gibt es einen Workaround in Google Analytics).
- Die Abbrüche bei den Buchungen bzw. Anfragen über Formular werden nicht hinterfragt (Browserdarstellung, Formular zu umfangreich, etc.). Leider, so muss ich sagen, werden diese oftmals gar nicht erfasst.
- Die Tatsache, dass Google innerhalb von Analytics die Datenhalten von nur 25 Monaten garantiert, ist beinahe allen unbekannt. Dies kann Probleme bereiten, wenn zurückliegende Jahre analysiert werden müssen.
- Ebenfalls weitegehend unbekannt: Der in Google Analytics integrierte “Branchenvergleich” macht nur dann wirklich Sinn, wenn pro Domain ein Konto Account eingerichtet wird.
- Der letzte Punkt ist auch in anderer Hinsicht wahnsinnig wichtig: Viele Agenturen tracken die Kundendomains unter dem eigenen Agentur Account. Doch wie will ich den Kunden die Daten mitgeben, wenn dieser die Agentur wechseln möchte? Nicht einmal den vollen (Admin-)Zugriff kann der Kunde erhalten, denn sonst könnte er alle unter diesem Account getrackten Domains sehen …