FKK-Wandern im Harz

23.09.2008

FKK-Wandern im Harz? Auch wenn es den naturnahen Sport vielleicht doch nicht naturelle geben wird, die Wirkung in der Presse ist unbezahlbar. Erstens wird der Harz als Tourismusregion wieder einmal bundesweit in Erinnerung gerufen, zweitens wird das Image ein wenig entstaubt.

Ich würde sage, mit einer Schamfrist von einem halben Jahr lässt sich diese Kampagne kopieren, spätestens wenn die Verantwortlichen vor so viel nackten Tatsachen dann doch zurückzucken.

Matthias

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Bayerischer Wald ist Landesthema

10.09.2008

Suchmaschinen sind ein heisses Thema im Tourismus; bei Deutschland-Touristikern zwar noch nicht so dramatisch, aber es wird. Grund genug einmal zu fragen: Wer sucht eigentlich bei Google nach Bayerischer Wald? Eine enorme Hilfe ist bei der Beantwortung dieser nicht uninteressanten Frage ist das kostenfreie Tool Google Insights.

Die meisten Suchanfragen kommen aus Bayern …

… und dort führen auch noch die am Rande des Tourismusgebietes gelegenen Städte Passau, Regensburg, Nürnberg und Bayreuth vor München bzw. Augsburg. Die ausserbayerische mit den meisten Anfragen ist Rostock, das vom Volumen ungefähr dem von Augsburg entspricht.

Der Bayerische Wald ist folglich vor allem ein bayerisches Thema, zumindest was die Suchanfragen angeht.

Matthias

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Zeitungen als PR-Träger - ein mal anders

26.08.2008

Zeitungen gehören zum festen Bestandteil des PR-Planes von Tourismusverbänden. Die Förderung von Mundpropaganda ist dort seltener zu finden, wohl aber weil diese Art von Öffentlichkeitsarbeit zwar hoch effektiv, aber schwer zu steuern ist. Im Online-Marketing heisst Mundpropaganda ganz webzwonullig Word of Mouth, die Steuerung versucht man im digitalen Raum über diverse Werkzeuge des viralen Marketings. So, nun habe ich alles Fachbegriffe verwendet, aber nicht wirklich neues erzählt.

Meist ist es wirklich so, dass man an das nahe liegende nicht denkt, nicht weil man es nicht kennt, sondern weil man manche Dinge einfach aus einer anderen Perspektive betrachten muss oder einfach drehen.

Wolfstein

Beinahe alle Zeitungen haben eine Online-Ausgabe, lassen die Leser aktiv teilhaben, richten Communitys ein um Pro-Am-Journalism (hier erspare ich eine lange Ausführung, im Grunde ist die Zulieferung von Material durch die Leser gemeint) Realität werden zu lassen. Auch das mag für den ein oder anderen ein neuer Fakt sein, eine wirkliche Neuigkeit ist dies nicht.

Nun drehen wir einfach einmal die Bausteine die wir haben: Zeitungen, Zeitungsleser, Partizipation. Vielleicht brauchen wir noch einen kleinen Stupser: Zeitungsleser fahren auch in den Urlaub, machen Bilder und haben meist wie normale Menschen nach hoffentlich positiven Erinnerungen an das Urlaubsgebiet bzw. deren Menschen. Bringen wir also die Urlauber dazu, ihre Fotos in die Zeitungskommunitys hochzuladen, über die Urlaubserlebnisse zu berichten. Besser geht es doch gar nicht: authentisch und kostenfrei.

Nur ein Beispiel: Hier die Leserblogs der Kategorie Welt Weit.

Wie wäre es, wenn wir einen Workshop zu diesem Thema veranstalten, gerne auch online?

BILDHINWEIS: Das Foto zeigt die Burg Wolfstein über der Stadt Neumarkt i.d. Opf.

Matthias

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Die Macht der Bilder

16.07.2008

“Bilder sagen mehr als tausend Worte”, weiss ein Sprichwort, “Bilder generieren generieren auch mehr Klicks als Worte” werden einige Vermarkter von Online-Portalen hinzufügen. Eine der wichtigen Kennzahlen im Online-Marketing sind die PageImpressions, kurz PI, die ein Projekt erreicht. Gemeint sind die Seitenaufrufe eines Projektes, die IVW weisst diese Beispielsweise aus. Das praktische an den PI ist, dass man diese Steuern kann, IVW-konform natürlich, wie Grimme-Online-Award-Blogger Stefan Niggemeier so ausführlich beschreibt. Dieses Prinzip funktioniert auch mit Bildergalerien recht recht gut, wird auch weidlich ausgenutzt. Ich möchte an diese Stelle nicht vor Klickdoping warnen, das muss jeder Marketeer für sich ausmachen, welche Kennzahlen er als Entscheidungsgrundlage für seine Anzeigenschaltung nimmt, vielmehr möchte ich Touristiker zur Komplizenschaft auffordern.

Generell sind Online-Redaktionen hungrig nach Bildern, denn im Gegensatz zu Druckerzeugnissen ist der Platz bei Online-Medien nicht begrenz. Hier dürfen es auch ein paar mehr Farbkleckse in der virtuellen Bleiwüste sein, müssen es sogar, um als Blickfänger Zufallsbesucher auf der Seite zu halten. Touristiker sindgut beraten, von sich aus Bilder den Online-Redaktionen direkt anzutragen, v.a. weil Print- und Druck-Redaktion keinesfalls immer personell identisch sein müssen (in Wirklichkeit ist dies meist nie der Fall!). Gute Bilder kosten den Verlagen richtig Geld, bekommt man diese kostenfrei, fasst man gerne mal zu. Mit Speck fängt man Mäuse, mit Bildern Online-Journalisten. Manchmal ist das Leben so einfach.

BILDHINWEIS: Was mit dem Turm im Hintergrund etwas nach Toskana aussieht ist die mittelalterliche Befestigung der Herzogsstadt Sulzbach.

Matthias

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Öffentlichkeitsarbeiter auf dem Boulevard

21.06.2008

Unter Online-Öffentlichkeits verstehen viele Touristiker leider immer noch ausschließlich das einstellen von Pressemitteilungen (für Printmedien) auf sogenannten Presseportalen. Für eine sehr begrenzte Anzahl von diesen Nachrichtenmarktplätzen mag der dafür betriebene Aufwand sinnvoll sein, für die Masse ist dies nur verschwendete Zeit, die viel effektiver für direkte Propaganda genutzt werden kann.

Für ein wenig Um-die-Ecke-denken bin ich immer zu haben und ich hoffe ich kann meine Idee, die mir durch den Kopf irrlichtert, anschaulich erklären. Vorab braucht man noch die Information, dass ShortNews mit Abstand die besucherstärkste News Community ist, noch mit deutlichem Abstand zur Holtzbrinck-Beteiligung Webnews. YiGG vergessen wir ganz schnell in diesem Zusammenhang.

Wasserspeier am Rathaus von Hohenburg

Das Prinzip hinter ShortNews: Angemeldete Mitglieder können hier auf Nachrichten von Web-Quellen verweisen. Der Inhalt wird für die anderen Mitgliedern, die die Meldung anschließen bewerten bzw. Kommentieren, in eigenen Worten zusammengefasst. Die eingereichten Meldungen werden vor Veröffentlichung durch ein Redaktionsteam geprüft. Auf die Originalquelle wird über einen Hyperlink verwiesen. Einige Meldungen werden innerhalb von wenigen Tagen mehr als 20.000 mal gelesen, es wird aber auch fleissig auf die Originalquelle geklickt. Hier liegt der Bestwert einer meiner eigenen Meldungen bei knapp unter 6.000 Besuchern – innerhalb von 24 Stunden.

Wer bereits einen Blick auf ShortNews geworfen hat, dem wird wohl nun auch klar sein, warum Boulevard in der Überschrift zu finden ist und ich eingangs das Wort Propaganda genutzt habe: Nicht jede Meldung ist eine Meldung. Wer ShortNews für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen möchte, der sollte sich um seine Botschaft eine Story nach bester BILD-Manier bastelt. Manchmal liegen die Geschichten einfach auf der Straße, man muss diese nur wahrnahmen. (Touristiker ohne Phantasie können eigentlich hier aufhören zu lesen und nehmen einfach mit, dass es News Communitys gibt.)

Ist die Idee zur Meldung gefunden, muss man sich nur noch Gedanken über die Nachrichtenquelle machen. Das eigene Tourismus-Portal (oder Hotelwebsite etc.) muss es nicht unbedingt sein. Die Story an ganz traditionell bei Online-Portalen platziert werden oder auf einem Blog. Dies hängt ein wenig vom Schreibstil und vom Inhalt ab. Auch sollte man sich nicht gleich nach dem ersten Versuch entmutigen lassen, wenn das Resultat von der Erwartung abweicht. Nicht jede eingestellt Meldung wird ein Blockbuster, es gehört auch etwas “Händchen”, Erfahrung und ein klein wenig Glück dazu, aber die Mühe lohnt.

20.000 Leser ist eine enorme Anzahl, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, denn es musste dazu explizit das Interesse vorhanden sein, die Unterseite mit genau dieser Meldung zu öffnen. Kein Vergleich mit Auflagen oder Leserzahlen der gedruckten Medien, bitte. Greifen wir uns selbst an die Nase: Wenn wir eine Zeitung “lesen”, welchen Prozentsatz der gedruckten Artikel lesen wir wirklich? Eben …

BILDHINWEIS: Ein Wasserspeier am Rathaus der Marktgemeinde Hohenburg.

Matthias

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